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Das Hotel Europejski*** Premium

Hotel Europejski, früher als Hotel Hohenzollernhof bekannt, wurde in den Jahren 1876-1877 gebaut

Auf dem unbebauten Grundstück, das der Adresse ul. Stawowa 3 (damalige Teichstrasse 3) zugeordnet war, errichtete die Firma „Nawroth i s-ka” in den Jahren 1876-1887 nach dem Projekt des Baumeisters Pollack ein neues Hotel unter dem Namen „Hohenzollernzof“. Es bestand ursprünglich aus einem Eckgebäude, 1907 wurde an das Hotel ein benachbartes Wohnhaus, das bei ul. Stawowa 18/20 gelegen ist, angeschlossen. Die 1910 vorgenommene Renovierung führte zu Integrierung der Innerräume und Verleihung beider Immobilien einer einheitlichen Fassade, die klassizistisch-barocken Elemente enthielt. Der Eckenteil besaß fünf Stockwerke mit sich auszeichneten Elementen, d.h. drei zweistöckigen Erkern, von denen der mittlere mit Balkon und die auf Flügeln platzierten mit Halbkreisdächern geschmückt waren. Außerdem waren die Seitenfassaden mit Zierspitzen, die zwei zusätzliche Geschosse hatten, vollendet und mit Mansardendach bedeckt. Etwas bescheidener präsentierte sich das Gebäude, das von ul. Stawowa angeschlossen wurde, das eine einfache sechsachsige Fassade und fünf Stockwerke besaß – ein hohes Erdgeschoss mit bogenförmig auslaufenden Vitrinen, drei Hoteletagen und fünftes Dachgeschoss. Von der Seite der damaligen Gartenstrasse befand sich der Eingang ins Hotel, und der übrige Teil des Erdgeschosses war durch ein Geschäft mit Artikeln aus Silber und Gold, das durch Otto Stammwitz geführt wurde, eingenommen.

Nach dem Krieg, den das Hotel mit geringen Schäden überstand, begann es sehr schnell unter dem Namen „Europäisches Hotel“ Gäste zu empfangen, obwohl er zu Objekten der 1. oder 2. Kategorie nicht eingestuft wurde. In den 60. Jahren verfügte es über 35 Einzelzimmer und Telefone in allen Zimmern. Während der damals durchgeführten Modernisierung wurde der Haupteingang zu der damaligen ul. Świerczewskiego geschlossen und hinter den neu geschaffenen Bogengang verlegt. Bis Ende der 1990er Jahre war das Hotel Eigentum der Firma Odra Tourist und verfügte über 103 Plätze in 65 Einzel- und Doppelzimmern sowie Appartements.

Heute bietet das Hotel Europejski  96 komfortable und klimatisierte Zimmer, 2 Konferenzräume, ein elegantes Restaurant und ein Café an.

Zur Zeit werden Hotel  Europejski und die Nachbarhotels Piast und Polonia von der Firma Cohm GmbH verwaltet.

Das Hotel Polonia

Hotel Polonia setzt die Tradition des an dieser Stelle vor über 100 Jahren errichteten Hotels Vier Jahreszeiten (Baujahr 1911) fort.

Das erste Gebäude, das an diesem Platz existierte, war die wahrscheinlich aus den 30er-Jahren des 19. Jh. stammende klassizistische Stadtvilla, die zuerst F. Brüchner, und dann Lippmann gehörte. Seit den 70er-Jahren war ihr Eigentümer Julius Heymann, von dem das Gelände samt der Immobilie durch eine Gesellschaft abgekauft wurde. In 1906 teilte die Residenz das Schicksal der meisten aus dem 19. Jh. stammenden Gebäude dieser Region und wurde abgebaut, und das Gelände wurde für den Bau eines Mietshauses, das schließlich jedoch nicht entstand, vorgesehen. Desselben Jahres wurde eine Entscheidung über den Bau eines Hotels nach den Entwürfen des Architekten Paul Rother gefasst. 1911 wurde eines der größten, elegantesten und teuersten Hotels in Wrocław der damaligen Zeit eröffnet. Das Gebäude bestand aus einer Frontseite sowie Seiten- und Hinterflügeln, die einen inneren Hof bildeten. Die meist repräsentative Fassade knüpfte an den barocken Palast an, die Aufmerksamkeit zogen auf sich große Glasvitrinen des Erdgeschosses und auslaufende Halbkreisfenster des ersten Stockwerkes mit den über ihnen platzierten Balkons, die eine Art der mit Steinvasen verzierten Balustrade bildeten. An der Zentralstelle war ein siebenachsiger Pseudorisalit vollendet mit Mansardendach und zusätzlichem Geschoss – Belvedere mit Aussichtstarrasse, lokalisiert. Auf dem untersten Stockwerk waren Läden platziert, in denen man von der Straßenebene hineinging, auf dem ersten Stockwerk befanden sich: zweistöckiger Ballettsaal mit Logen und Kassettendecke, Restaurants, Cafés, die mit verschiedenen Gemälden und wunderschönem Kamin geschmückt waren, Billardsaal und Clubräume, in denen der elitäre „Schlesische Klub” im englischen Stil seinen Sitz hatte. Im übrigen Teil wurden 120 Zimmer angelegt, zu denen 5 Treppenhäuser führten.

In den 20er- und 30er-Jahren wurden im Hotel kleine Renovierungen und Umbauten zwecks Verbesserung der Funktionalität und besseren Anpassung an die Gäste vorgenommen. Diesem Ziel diente auch der Kauf von benachbarten Grundstücken: eines Platzes hinter dem Hotel,  wo ein Café und eine Weinstube mit Veranden angelegt wurde, Ballsaal mit Bühne für das Orchester, breiter Terrasse und Tanzfläche, sowie der Immobilie bei ul. Nowoświdnicka 16. In 1939 wurde nach dem Projekt von Otto Schenderlein ein Generalumbau des Hotels durchgeführt, was ihm vereinfachte Formen, die für die Architektur des 3. Reiches waren, verlieh. Die meist deutliche Veränderung war die Entziehung der originellen sezessionistisch-barocker Eigenschaften samt Liquidierung der Signatur auf dem Dach. Das in geringem Maß während der Belagerung der Festung Breslau beschädigte Hotel begann sehr schnell seine Rolle unter den Brandstellen der zerstörten Stadt, jedoch mit dem neuen Namen „POLONIA“, zu erfüllen. In den 50er-Jahren nach dem Abreißen der zerstörten Mietshäuser wurde neben ihm der Westflügel von Kościuszkowska Dzielnica Mieszkaniowa [KDM] gebaut. Als ein der wenigen Hotels in der Stadt besaß es in den ersten Nachkriegszeiten Garagen für Personen- und Lastwagen. In den 60er-Jahren verfügte es über 54 Einzelzimmer, 35 Appartements, TV-Club, Telefone in allen Zimmern, Expresswaschen der Unterwäsche sowie Friseursalon. Im Erdgeschoss des Hotels befand sich die „Bar Tempo“, die schnell an Popularität gewann und ein Kultort wurde. „Tempo“ war eine Bar des tschechischen Typs, die sich mit separaten Ständen charakterisierte, sie war die zweite meist rentable Bar in ganz Polen / nach der Warschauer Bar „Praha“/.  Die Bar bestand aus zwei Sälen. Der erste von der Straße, wo Desserts, Kaffee und Bier serviert wurde, im zweiten wurden Mittagessen und Fertigspeisen, auch zum Mitnehmen, verkauft.

In 2007 ausgegebenen Roman „Dżuma w Breslau“ [Pest in Breslau] von Marek Krajewski wurde eine der Szenen im Billardsaal des Hotels platziert.

Zur Zeit bietet das Hotel Polonia  107 Einzel- und Doppelzimmer sowie Familienzimmer und Suiten in verschiedenen Preisklassen, die den Bedürfnissen unserer Gäste optimal angepasst sind. Die Hotelzimmer gehören zu zwei Kategorien: Economy und gehobener Standard. Im eleganten Restaurant Galicja in einem über den Innenhof erreichbaren Gebäude servieren wir unseren Gästen Frühstück und Gerichte der polnischen, internationalen und galizischen Küche.

 

Das Hotel Piast

Das Hotel Piast

Das über 100 Jahre alte Gebäude des Hotel Piast (ehem. Kronprinz) gewann nach seiner Rekonstruktion im Jahre 2014 den ursprünglichen Glanz wieder. Das nach Waldemar Milbrandts Entwurf erbaute Gebäude lag auf dem kürzesten Weg vom Hauptbahnhof zum historischen Stadtzentrum und bildete zusammen mit dem Nachbarhotel Grand (ehem. Du Nord) eine Art historisches Stadttor zur Altstadt.

Die Entwicklung dieses Teils der Świdnicki-Vorstadt begünstige die Errichtung von neuen Bauten. Das erste Gebäude, das auf dem Gelände der Immobilie Am Oberschlesischen Bahnhof 26-27 gegründet wurde, war das 1876 nach dem Projekt von Colmar Grünhagen gebaute Staatsarchiv. Sehr schnell wurden die Räume nicht mehr funktionell und zu eng. Die Institution wurde 1906 in das neuentstandene Gebäude bei ul. Szczytnicka (derzeit nicht mehr existierend) verlegt. Die Immobilie kaufte Wrocławski Bank Budowlany (Breslauer Baubank) und nach dem Abreißen des alten Archivs wurde in 1908 nach dem Projekt von Waldemar Mildbradt das eleganteste Hotel in der Stadt errichtet. Das im klassizistischen Stil gebaute fünfstöckige Gebäude mit Nutzdachgeschoss wurde sehr erfolgreich in die umgebende Bebauung an der Kreuzung von den zwei Hauptstraßen dieser Region angelegt. Das am meisten charakteristische Element, das die Identifikation des Hotels erlaubt, ist der in der Ecke platzierte und gegenüber der Gebäudeflucht etwas zurückgehende Halbkreisturm, der mit Kegeldach bedeckt ist sowie ein Treppenhaus, beleuchtet mit großen Fenstern, besitzt. Er schwebt über zwei fünfstöckigen Flügeln, die mit einem Mansardendach bedeckt sind. Der fünftraktige Nordflügel wurde von der Linie der Bebauung der ul. Kołłątaja verschoben, und der neuntraktige Westflügel von ul. Piłsudzkiego befand sich in der Bebauungslinie. Die bescheidene Fassade ergänzten Balkons, die im zweiten Stockwerk lokalisiert wurden, steinerne Girlanden unter den Fenstern des dritten Stockwerkes, Bossenwerke und Lisenen, die vom zweiten bis vierten Stock verliefen. Im Erdgeschoss von der Straßenseite waren die Räume für Geschäftstätigkeiten und im Inneren für gastronomische Tätigkeiten vorgesehen.  In den 30er-Jahren von der ul. Ogrodowa wurde das Erdgeschoss von der Deutschen Bank, Friseur und Café, sowie Reisebüro in Anspruch genommen. Von der ul. Kołłątaja war einer der vier „Residenzes Drogerie Oskar Sabiers” platziert. In weiteren Stockwerten befanden sich Büros, Clubräume, ein Frühstückssaal, Lesesaal und 56 Gästezimmer. Das Hotel Kronprinz bildete zusammen mit dem benachbarten Hotel Du Nord ein Paar – ein spezifisches Tor, die in das Zentrum der historischen Stadt führte. Kriegshandlungen verschonten das Hotel, jedoch laut Personen, die die als erste Stadt besiedelten, stand es durch längere Zeit leer und seine ganze Ausstattung wurde sukzessiv ausgeraubt. Nach der Bewirtschaftung und Erlangung eines neuen Namens – „PIAST“ – begann es Gäste zu empfangen, deren Anzahl nicht zu beklagen war, dank der Nähe zum Bahnhof. Während der Wystawa Ziem Odzyskanych [Ausstellung der wiedergewonnenen Gebiete] wurde es als Hotel der 1. Kategorie mit 140 Plätzen propagiert und zusammen mit dem benachbarten Hotel Grand bildete es das Auskunfts-  und Touristikzentrum für die Besucher der Ausstellung. Jedoch reichten 15 Jahre, damit seine Range in die zweite Kategorie sank.

Bis Ende der 1990er Jahre war das Hotel Eigentum der Firma Odra Tourist.

Zur Zeit werden Hotel Piast und die Nachbarhotels Europejski und Polonia von der Cohm Sp. z o.o. verwaltet.

 

Hotel Lothus

Geschichte des Hotels

Auf dem Eckgrundstück, auf dem das jetzige Hotelgebäude steht, stand bis zum Anfang des  20. Jahrhunderts eines der größten, aus dem Mittelalter stammenden Häuser – das Haus Zum Storch.

Im Mittelalter befand sich in diesem Gebäude das Wirtshaus Zum Storch, in der Mitte des 19. Jahrhunderts war hier die Carl Klein-Brauerei mit der gleichnamigen Bierstube untergebracht.  In dem auf der Westseite angebauten Haus aus dem Jahr 1796 – dem Eigentum des Architekten Karl Gottfried Geissler – welches den Namen Zur Goldenen Sonne hatte, befand sich ab dem Jahr 1840 das Hotel Zum Deutschen Haus.

Beide Häuser wurden im Jahr 1903 abgerissen, auf dem dadurch entstandenen Grundstück wurde dann das Hotel Deutsches Haus errichtet.

Dieses Gebäude überstand als eines von wenigen Häusern in dieser Straße den II Weltkrieg, obwohl es zum Teil beschädigt war, diente es lange als Studentenwohnheim und Hotel für Gäste der Technischen Universität Breslau.

In den Jahren 1992 – 2007 befand sich hier das Hotel Sajgon, seit 2007 wurde das Hotel nach einer gründlichen Renovierung unter dem Namen Hotel Lothus weitergeführt.  Das Gebäude war bis 2017 Eigentum der Technischen Universität Breslau.

Am Anfang des Jahres 2017 wurde das Gebäude von der Firma RAFIN, einer Gesellschaft der Kapitalgruppe DEXPOL AG, erworben.
Seit dem 1. November 2017 wird das Hotel Lothus von der Firma COHM GmbH verwaltet und gehört dem Hotelnetz Historische Hotels in Breslau an.

Gebäudeentwurf
Bei dem bestehenden Objekt handelt es sich um das nach dem 2. Weltkrieg umgebaute Hotel aus dem Jahr 1903, es hieß damals Hotel Deutsches Haus, Eigentümer war Max Rockel.

Das Gebäude wurde vom Rudolf Ramm, Professor an der Breslauer Baugewerkschule und dem Architekten Max Daum entworfen.

Damals hatte das Gebäude die Adresse Albrechtsstraße 22/23.

Es fungierte bis in 20-iger Jahre des 20. Jahrhundert als Hotel. Davon zeugen die Umbaupläne aus dem Jahr 1920, damals war das Gebäude Eigentum der Gesellschaft Elektrizitätswerk „Schlesien“ Aktiengesellschaft.  Im Jahr 1920 wurden die Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Gebäudes umgebaut. Im Jahr 1921 wurde im Erdgeschoss eine Garage errichtet, dafür überdachte man den kleinen Hinterhof mit einem Glasdach, ferner waren hier ein Spielcasino, Geldkassen, zahlreiche Läden und Geschäftsstellen mehrerer Unternehmen untergebracht.

1924 wurde ein Raum im Erdgeschoss umgestaltet und dort ein Ausstellungsraum der Mechanischen  Werkstätten Schlesien GmbH Breslau eingerichtet – dafür wurden andere Schaufenster eingebaut und einige Wände entfernt.

Im Jahr 1927 wurde jeweils ein großes Schild mit diesem Namen auf jeder Seite der Hausfassade – in der Veit Stoß- und der Schneiderstraße – angebracht.

1930 wurde die sich an der Straßenecke befindende Tankstelle umgebaut.

Der Entwurf für den Umbau der Räume in den oberen Stockwerken zu Büros stammt aus dem Jahr 1935.
Der Haupteingang zum Hotel befand sich in der  Veit Stoß-Straße, führte durch einen Vorhof zu dem zentral gelegenen Treppenhaus mit einer dreiläufigen Treppe und einem darin zentral eingebauten Aufzug.

Auf beiden Seiten des Vorhofs waren Läden angesiedelt, die jedoch nur von der Straße zugänglich waren.

Von dem Vorhof gab es einen Eingang zum Friseursalon sowie einen Durchgang zu den Räumen des Restaurants, welches sich über die gesamte Gebäudebreite ausstreckte.

Die Hotelzimmer erstreckten sich in den oberen Geschossen entlang der Gebäudeaußenwände.

Die Küche befand sich im obersten Geschoss im nordwestlichen Flügel.

Das Dach sowie der zentrale Teil des Gebäudes bis zum Erdgeschoss wurden während des Kriegs zerstört, die Außenwände blieben jedoch unbeschädigt.

Das jetzige Gebäude wurde nach dem Krieg mehrmals umgebaut, die Grundstruktur des Bauwerk blieb dabei jedoch immer unverändert bestehen.

Die Funktion des Gebäudes wurde im Verlauf der Zeit ebenfalls nicht grundlegend geändert (entworfen als Hotel, später zum Bürogebäude umgebaut, nach dem Krieg Nutzung als Studentenwohnheim und Hotel), deshalb ist die Aufteilung der Räume, darin auch der Gänge, größtenteils unverändert geblieben. Auch die Gebäudeaußenfassade mit der aus Stein gefertigten Verzierung und die aus Keramik gefertigten Wandverkleidungen in den Innenhöfen sind unversehrt geblieben.

Grundlegend veränderte sich dagegen der Gebäudekörper, das Dachgeschoss mit den charakteristischen Giebelecken wurde abgebaut.  Die Innenräume im Erdgeschoss wurde bereits in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts grundlegend verändert. In den Nachkriegsjahren entstand das heutige Treppenhaus mit einer zweiläufigen Treppen und einem daneben eingebauten Aufzug.